Pressemitteilung: Naturschutzgebiet Loosenberge: FDP/BZD fordert Transparenz und langfristige Pflegekonzepte
Naturschutzgebiet Loosenberge: FDP/BZD fordert Transparenz und langfristige Pflegekonzepte
Die laufenden Freistellungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet Loosenberge in Schermbeck haben vor Ort erhebliche Irritationen ausgelöst. Daher hat die FDP/BZD-Fraktion im Kreistag Wesel eine offizielle Anfrage an den Landrat Ingo Brohl gerichtet: Wer verantwortet die Maßnahme politisch, worauf beruht sie fachlich und wie soll verhindert werden, dass die freigestellten Flächen in wenigen Jahren erneut zuwachsen?
Im Mittelpunkt der Anfrage stehen die fachliche Grundlage der Maßnahmen, die Sicherstellung und Finanzierung der langfristigen Folgepflege sowie die Frage, wie der Erfolg des Eingriffs in den kommenden Jahren überprüft werden soll. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Constantin Borges: „Es geht uns nicht darum, Naturschutz in Frage zu stellen. Es geht darum, dass derart tiefgreifende Eingriffe in das Landschaftsbild fachlich nachvollziehbar und langfristig abgesichert sein müssen. Wer heute großflächig freistellt, muss auch darlegen, wie die Pflege der Flächen in den nächsten Jahren gesichert werden soll.“
Aus Sicht der FDP/BZD-Fraktion bedürfen Maßnahmen mit erheblicher Wirkung auf Landschaftsbild und Naherholung einer engen politischen Begleitung. Die Fraktion fordert deshalb klare Antworten der Kreisverwaltung zu den Zuständigkeiten, zum konkreten Nachpflegekonzept, zur finanziellen Absicherung sowie zur praktischen Umsetzbarkeit der geplanten Schafbeweidung unter den heutigen Bedingungen des Herdenschutz im Zusammenhang mit Wolfspräsenz am Niederrhein.