Pressemitteilung: FDP fordert Hitzeschutz-Check für den Kreis Wesel
Die FDP/BZD-Kreistagsfraktion fordert einen Hitzeschutz-Check für den Kreis Wesel. Nach der extremen Hitzeperiode im Sommer will die Fraktion von der Kreisverwaltung wissen: Wo gab es Probleme, welche Risiken bestehen und was kann bis zum nächsten Sommer verbessert werden?
„Extreme Hitze ist keine theoretische Zukunftsfrage mehr. Sie betrifft auch den Kreis ganz konkret“, erklärt Constantin Borges, Vorsitzender der FDP/BZD-Kreistagsfraktion. „Wir wollen deshalb wissen, ob unsere eigenen Gebäude, der Rettungsdienst und die Gesundheitsvorsorge ausreichend vorbereitet sind.“
Im Fokus stehen die kreiseigenen Verwaltungsgebäude, Berufskollegs und Förderschulen. Die FDP fragt nach problematischen Raumtemperaturen und möglichen Verbesserungen bei Sonnenschutz, Lüftung und Kühlung.
Gleichzeitig soll geprüft werden, ob sich Hitzeschutz mit ohnehin geplanten Sanierungen und energetischen Maßnahmen verbinden lässt. Auch beim Rettungsdienst und Gesundheitsamt will die Fraktion wissen, ob die Hitze 2026 zu mehr Einsätzen geführt hat und ob daraus Konsequenzen für die Vorsorge gezogen werden müssen.
Ein weiterer Punkt sind Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Die FDP fragt die WTG-Behörde nach ihren Erkenntnissen aus der bestehenden Aufsicht und danach, ob Hitzeschutz dort ausreichend berücksichtigt wird.
„Wir brauchen keine neue Bürokratie und keinen dicken Hitzeschutz-Ordner. Wir brauchen Klarheit darüber, wo der Kreis konkret handeln kann und was bis Sommer 2027 machbar ist“, so Borges.
Auch mögliche Fördermittel von Land und Bund nimmt die Fraktion in den Blick. Hintergrund ist die aktuelle Diskussion über eine stärkere finanzielle Beteiligung des Bundes an Klimaanpassungsmaßnahmen. „Wenn der Bund künftig mehr Geld für Klimaanpassung bereitstellt, muss der Kreis wissen, wo er investieren sollte. Hitzeschutz darf nicht erst dann Thema werden, wenn die nächste Hitzewelle vor der Tür steht.“